Dr. Simone Horstmann hat Katholische Theologie, Literaturwissenschaft, Philosophie und Pädagogik in Bochum und Hagen studiert. 2014 wurde sie an der TU Dortmund zur Dr. phil. promoviert. Seit 2014 arbeitet sie am Dortmunder Lehrstuhl für Systematische Theologie und beschäftigt sich vorrangig mit den Themengebieten Ethik, Didaktik der systematischen Theologie, phänomenologische Ethik und Theologie. Ein besonderer Arbeitsschwerpunkt bildet der Bereich der Tiertheologie; dazu erschien 2018 der Band „Alles, was atmet. Eine Theologie der Tiere“, den sie gemeinsam mit Prof. Dr. Thomas Ruster und Dr. Gregor Taxacher verfasst hat. Ihre Beiträge in diesem Band beschäftigen sich u.a. mit einer theologiekritischen Sicht auf das Leiden der Tiere, aber auch mit der drängenden Frage, ob Christ/inn/en überhaupt Tiere essen sollten. Seit 2018 ist sie Zweite Vorsitzende des Instituts für Theologische Zoologie in Münster.

Vortrag: Theologischer Antispeziesismus – Wege zu einer neuen Allianz

Die Kritik von Religion gehört zu den vornehmsten Aufgaben jeder Theologie – dies gilt umso dringlicher, wenn man zur Kenntnis nimmt, dass die Mehrheit der Religionen, die ihrem eigenen Selbstverständnis nach friedlich sind, zugleich ein erschreckender und bis heute nahezu ungebrochener Konsens über die strukturelle Gewalt an (nicht-menschlichen) Tieren eint. In dem Vortrag soll es darum gehen, die Grundlagen der Katholische Theologie zunächst kritisch zu befragen: Was sind die tieferen Gründe für den nach wie vor starken Speziesismus der traditionellen Theologie? Ebenso sollen Wege zur Überwindung dieser Probleme diskutiert werden, die die Konturen einer antispeziesistischen Theologie aufzeigen.