Dr. Christian Arleth hat Rechtswissenschaften in Bayreuth studiert und 2015 zu einem verfassungsrechtlichen Thema promoviert. Bereits während des Studiums entwickelte sich sein besonderes Interesse am Urheberrecht sowie an der verfassungsgerichtlichen Rechtsprechung im Bereich der Religionsfreiheit und des religionsgemeinschaftlichen Selbstbestimmungsrechts (u.a. Problematik des Schächtens vor dem Bundesverfassungsgericht). Sein Rechtsreferendariat absolvierte Arleth im OLG-Bezirk München, im Zuge dessen war er 2017 für drei Monate in der Rechtsabteilung von PETA Deutschland tätig. Seit Januar 2018 ist er als Syndikusrechtsanwalt fester Teil des PETA-Teams. Seine Interessensschwerpunkte sind das Tierschutzstrafrecht und die Zuerkennung von Rechten für Tiere.

Vortrag: Für die  Rechte der Tiere vor Gericht

Sind Sie schon einmal einem Affen vor Gericht begegnet? Sie finden diese Frage komisch oder gar überflüssig, da die Antwort klar ist? Mitnichten ist sie das. Gerade bei den genetisch mit homo sapiens fast identischen Menschenaffen drängt sich die Frage auf, weshalb zumindest die Namen der in Zoos, Zirkussen und Tierversuchslaboren eingesperrten und misshandelten Tiere nicht täglich auf den Listen zu verhandelnder Verfahren vor Gericht auftauchen. Welche Verfahren, in denen Tiere vor Gericht Parteien waren, gab es bereits? Für welche Rechte haben sie gestritten? Wie sind Gerichte mit Tieren „auf der Klagebank“ umgegangen? Braucht es weitere Gerichtsverfahren mit Tieren als Kläger*Innen? Diesen Fragen geht der vorliegende Vortrag auf den Grund.